30 Jahre Oldtimerfreunde Freising – Die 26. Hopfentour rollt mit Herz, Chrom und Humor durch die Hallertau
Freising zeigte sich am Sonntag, den 17. Mai 2026, von seiner besten Seite: klare Luft, strahlender Sonnenschein und Temperaturen zwischen frischen 10 und angenehmen 16 Grad – nahezu ideales Wetter für das, was am Vormittag den Marienplatz in eine rollende Zeitreise verwandelte.
Die Oldtimerfreunde Freising, die in diesem Jahr stolz ihr 30-jähriges Bestehen feiern dürfen, luden zur mittlerweile 26. Hopfentour – und rund 80 klassische Fahrzeuge folgten dem Ruf.
Ab 9:00 Uhr liefen die automobilen Schätze aus den Garagen in Richtung Freising ein. Pünktlich um 10:30 Uhr erfolgte der Start am Marienplatz – ein sehenswertes Schauspiel nicht nur für eingefleischte Automobilfreunde. Vom charmanten Kleinwagen der fünfziger Jahre bis zu eleganten Limousinen, kernigen Cabrios und automobilen Zeitzeugen knapp vor der Jahrtausendwende war alles vertreten. Ein bunt gewürfeltes Teilnehmerfeld überwiegen aus dem Großraum Freising und München, das eindrucksvoll zeigte: Oldtimerleidenschaft kennt weder Baujahr noch Markenlager.
So setzte sich nun der chromblitzende Tross gemächlich in Bewegung – ganz im Sinne des gepflegten Fahrens. Die Organisatoren hatten eine wunderschöne Route ausgewählt, die bewusst über reizvolle Nebenstraßen führte. Langsam zeigten sich entlang der Strecke die ersten sich langsam aufragenden Hopfengärten, die bereits erahnen ließen, warum die Region ihren besonderen Charme besitzt.
Doch eine Hopfentour wäre keine Hopfentour ohne kleine Herausforderungen. Neben einem unterhaltsamen Bilderrätsel warteten auf die Teilnehmer fantasievoll gestaltete Sonderprüfungen, die für Gesprächsstoff sorgten – und gelegentlich auch für leichtes Grübeln hinter historischen Lenkrädern.
Nach rund 66 Kilometern am Vormittag wurde das erste Etappenziel erreicht: Unterpindhart. Dort wartete im traditionsreichen Gasthaus Rockermeier ein reichhaltiges und ausgesprochen leckeres Buffet auf die hungrig gewordenen Fahrerinnen und Fahrer. Und weil man in Bayern bekanntlich gern vorausschauend genießt, gab es sogar ein speziell abgefülltes Maibock-Bier zum Mitnehmen für den Abend – eine Art flüssige Erinnerung an einen gelungenen Tag.
Wer übrigens gutes Essen in stilvollem Ambiente schätzt, ist beim Rockermeier in Unterpindhart nahe Geisenfeld bestens aufgehoben – eine Empfehlung, die sich an diesem Tag viele Teilnehmer vermutlich gerne notiert haben.
Gut gestärkt ging es am Nachmittag weiter über landschaftlich reizvolle Straßen nach Volkenschwand zum Gasthof zur Post. Dort spendierte der Club seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Kaffee und Kuchen – ein Service, der ebenso dankbar angenommen wurde wie die dortige Sonderprüfung. Diesmal war Fingerspitzengefühl gefragt: Blind mussten drei Motorteile ertastet und erkannt werden. Für manche kein Problem, andere lernten dabei womöglich, dass sich ein Kolben nicht zwingend wie eine Kartoffel anfühlt.
Erneut gestärkt setzte sich die Kolonne wieder in Bewegung. Über malerische Straßen führte die Route zurück Richtung Freising. Insgesamt legten die Teilnehmer an diesem Tag stolze 146 Kilometer zurück – entspannt, genussvoll und stets begleitet vom unverwechselbaren Klang vergangener Automobilgenerationen.
Im Akademiehof Weihenstephan angekommen, durften sich Fahrerinnen und Fahrer schließlich im Biergarten erholen, Benzingespräche vertiefen und den Tag Revue passieren lassen. Gegen 18:00 Uhr folgte die mit Spannung erwartete Preisverleihung. Besonders viel Lob erhielten dabei die hochwertigen und kreativ gestalteten Pokale, die einmal mehr zeigten, mit wie viel Herzblut die Veranstaltung organisiert wurde.
Die vielen positiven Rückmeldungen zur gelungenen Streckenführung, der hervorragenden Versorgung und dem reibungslosen Ablauf dürften die Organisatoren besonders gefreut haben. Kein Wunder also, dass die Gedanken vermutlich schon wieder ein wenig um die nächste Hopfentour kreisen.
Ein großer Dank gilt all jenen, die über Monate hinweg diese Veranstaltung geplant, vorbereitet und begleitet haben. Ebenso verdienen die Sponsoren besondere Anerkennung, ohne deren Unterstützung vieles nicht möglich wäre: die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan, die Stadt Freising,
Thalhammer Verputz, Kfz- Gutachter Uhlemann & Conze, Mercedes Kammermeier, Augenoptik Geppert, Classic Car Photo und Felix Soppe Artworks.
Fazit des Tages: 80 Fahrzeuge, 146 Kilometer, viele lachende Gesichter, gutes Essen, knifflige Aufgaben und ganz viel Leidenschaft für historische Mobilität – wenn das kein würdiger Beitrag zum 30-jährigen Vereinsbestehen der Oldtimerfreunde Freising ist. Oder anders gesagt: Die Motoren mögen alt gewesen sein – die Stimmung war es ganz sicher nicht.























































































































































































































































































































































































































































































